Nachschau zur 1. Deutschen Betriebssportmeisterschaft im Tischtennis

Nun gehört auch die 1. Deutsche Tischtennismeisterschaft im Betriebssport der Vergangenheit an. Es ist daher an der Zeit, die Vorbereitung, die Spiele und die gesellschaftlichen Treffen nochmals Revue passieren zu lassen. Es fing für die Münchner Firmen – und Behördenrunde im Tischtennis e.V. damit an, dass anlässlich des 50 jährigen Bestehens die Idee in den Raum gestellt wurde, einmal etwas Außergewöhnliches, nicht so schnell Wiederkommendes zu wagen. Nach einer Vielzahl von durchgeführten bayerischen und süddeutschen Meisterschaften sollte es nun eine Deutsche Meisterschaft sein. Zuerst musste das Präsidium des Deutschen Betriebssportverbandes e.V. davon überzeugt werden, dass wir für die Durchführung einer solchen Meisterschaft zwar nicht der alleinige aber ein richtiger Partner sind. Nachdem wir gegenseitig Interesse bekundet hatten, mussten wir darlegen, wie wir organisatorisch vorgehen und auch die Finanzierung bewerkstelligen wollen. Nachdem uns dies offensichtlich gelungen war, erhielten wir den Zuschlag, führten viele Gespräche mit dem für diese Veranstaltungen zuständigen Vizepräsidenten des DBSV Heinz Langhammer, der uns in der Vorbereitungsphase mit Rat zur Seite stand, suchten und fanden Sponsoren, Inserenten und Stifter von Geld – und Sachspenden, und mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Dr. Edmund Stoiber einen über die Grenzen Bayerns hinaus bekannten Politiker als Schirmherrn.

Zunächst planten wir mit 100 Teilnehmern und hatten Verträge für die Benutzung von 2 nebeneinander liegenden Hallen, in denen wir 20 TT – Tische hätten aufstellen können, abgeschlossen. Als jedoch die Zahl der gemeldeten Teilnehmer immer höher kletterte, bei dem eigentlichen Meldeschluss schon bei 250 lag und noch weitere Meldungen avisiert wurden, mussten wir schnell umdisponieren. Zunächst glaubten wir, mit 6 Hallen und 48 Platten auskommen zu können. Als dann aber die erste Einteilung in Altersklassen erfolgt war und wir zu rechnen begannen, stellten wir fest, dass die reine Spielzeit in 6 Hallen bei über 10 Stunden lag. Dies wollten wir den Teilnehmern aber nicht zumuten und mieteten kurzerhand weitere Hallen an, so dass wir letztendlich in 8 Hallen auf insgesamt 60 Platten spielen konnten. Nunmehr betrug die errechnete Spieldauer nur noch je nach Stärke der Klassen maximal 8 Stunden. Wir hatten hierfür 20 Minuten pro Spiel einschließlich 5 Minuten Einspielzeit vorgesehen, was sich als zutreffend erwies. Gott sei Dank trafen nur wenige Abwehrspieler mit der Neigung zu langen Ballwechseln aufeinander, so dass es kein einziges Zeitspiel gab. Die geplante Mittagspause wurde gestrichen und die Teilnehmer schriftlich daraufhin gewiesen, in welchen Hallen zum Beispiel belegte Semmel gekauft werden konnten oder welche Sportkantine geöffnet war und wo Essen mitgebracht werden musste. Für Getränke war allerorts gesorgt.

Dank einer guten Wegbeschreibung mit Detailplan, in dem der Hallenort eingezeichnet war, und die über den angegebenen Hauptverantwortlichen an alle Teilnehmer verteilt wurde, fand jeder zu der für ihn vorgesehenen Halle.

Das Erstellen der Turnierpläne bereitete keine große Probleme, nur war sehr zeitaufwendig das Ummelden, Abmelden und Neumelden von Spielern(innen). Einige hatten vor lauter Freude, an einer solchen Meisterschaft teilnehmen zu dürfen, den falschen Vordruck ausgefüllt und Vereinsspieler bei Nichtvereinsspielern gemeldet und umgekehrt. Lästig waren die doch in der Endphase vielen Abmeldungen, die teilweise eine neue Auslosung erforderten, wenn Gruppen plötzlich zu ungleichmäßig besetzt waren. Aber Dank an diese Spieler, dass sie sich wenigstens abgemeldet haben. Ärgerlich war nur, dass einige wenige Spieler ohne Abmeldung überhaupt nicht erschienen und dadurch den Beginn einzelner Altersklassen etwas verzögerten. Aber die hervorragend arbeitenden Turnierleiter wurden auch mit diesem Problem fertig.

Neben dem sportlichen Teil war auch die Kennenlernparty, die abendliche Festveranstaltung und die Abschiedsparty für alle Beteiligten sehr wichtig, da wir uns hier doch sehr nahe kamen und Erfahrungen austauschen konnten. Wenn man alles zusammenfasst, waren es sehr fröhliche Spiele, auch wenn nicht alle eine Medaille gewinnen konnten. Da aber auch die Nächstplatzierten wenigstens mehrere Spiele bestritten, konnten sie mit der Gewissheit nach Hause fahren, etwas für die Gesundheit getan, und gegen nette Spielgegner gekämpft zu haben und dabei gewesen zu sein.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, uns bei allen Teilnehmern für ihre sportlich faire Einstellung zu bedanken. Es war für uns eine große Freude, die Auswärtigen in München begrüßen zu können und wir freuen schon jetzt auf ein Wiedersehen vielleicht bei der nächsten Deutschen.

Für den Organisator und Herausgeber dieser Nachschau: Münchner Firmen – und Behördenrunde Tischtennis e.V. , Danziger Straße 3, 85622 Feldkirchen 

Wolber, Präsident